Heute am 14.6.20 habe ich mich dazu entschlossen einen Blog zu erstellen. Ich möchte meine Erfahrungen, auf dem Weg zur finanziellen Sicherheit (vielleicht ja sogar zur finanziellen Freiheit) mit dir teilen. Ich wünsche mir, mit meinen Beiträgen möglichst viele Frauen (natürlich auch gern Männer 😉 ) zu erreichen, die von meinem Wissen profitieren können.
Ich heiße Natalie, bin 49 Jahre alt und versuche meine Schäfchen noch rechtzeitig ins trockene zu holen, ehe mich das Schicksal „Altersarmut“ trifft.
Vor 6 Jahren war meine Ehe nach fast 20 Jahren am Ende. Alles was mir bis dahin wichtig war und wofür ich meine jahrelange Energie aufgewendet hatte, war nun ins Abseits gerückt. Das Familienunternehmen „gemeinsam Zukunft“ meldete Konkurs an. Plötzlich stand ich da und fing an zu rechnen, ob ich mir ein Singleleben überhaupt leisten kann. Glücklicherweise hatte ich kurz zuvor beschlossen, nach über 13 Jahren Kinderpause, zurück in meinen Beruf zu finden. Am 2.1.14 trat ich also meinen neuen Job mit 20 Std. wöchentlich an und lernte meinen Beruf Steuerfachangestellte quasi zum 2. Mal (damals hieß der Beruf noch Fachangestellte in Steuer-und Wirtschaftsberatenden Berufen – klang irgendwie besser). In den vergangenen Jahren hatte ich zwar im Handwerksbetrieb meines Mannes die Buchführung, die Lohnabrechnungen und auch den Jahresabschluss erstellt, sodass ich nicht komplett unwissend war, trotzdem war vieles neu und es galt, mir eine Menge Wissen anzueignen. Das war jedoch kein Problem, weil ich unendlich viel Spaß daran hatte. Ich war ja auch in einem tollen Team mit netten Chefs und Kollegen gelandet.
Eher ein Problem war, dass ich im Einstellungsgespräch schlecht verhandelt hatte. Ursprünglich hatte ich gar nicht vor viel Geld zu verdienen, denn ich wollte einfach gern eine anspruchsvolle Aufgabe haben in einem Umfeld in dem man sich wohl fühlt. Mein Mann verdiente genug weshalb ich auf einen guten Lohn nicht angewiesen war. Doch alleinerziehend mit 3 Kids kommt man mit 1.000€ brutto nicht sehr weit…
Als weitere Einnahmen hatte ich 3x Kindergeld, 250€ Pachteinnahmen, 230€ Minijob und vereinbarter Unterhalt für mich und die Kids in Höhe von 1.200€.
An der Stelle möchte ich meinem Ex-Mann großen Dank aussprechen. Er hat mich auch nach unserer Trennung nie hängen lassen. Ich hatte also zu keiner Zeit Existenzängste.
Solltest du dich in einer ähnlichen Situation befinden, kann ich dir nur empfehlen, versucht euch im Guten zu trennen. Das spart Nerven und Energie! Außerdem kommt es den Kindern zu Gute! Vielleicht berichte ich in einem separaten Beitrag mal ausführlicher darüber.
Am 15.3.14 zog ich mit den zwei jüngeren Kids in eine hübsche 80qm Wohnung. Ich war nun Stromabnehmer….zum allerersten Mal. Ich eröffnete ein Girokonto und war gespannt, ob ich gut über die Runden kommen würde.
Ich begann mir eine Übersicht zu verschaffen und listete meine fixen Ausgaben auf. Mit Miete, Nebenkosten, Auto, Versicherungen, Lebensmittel, Handy, Internet und Kosmetik kam ich auf ca. 2.200€. Somit hatte ich ca. 300€ monatlich (wenn keine Schuhe dazwischen kamen) übrig um mir ein kleines Polster anzulegen.
Um einen besseren Überblick zu bekommen, öffnete ich ein weiteres Girokonto, auf das ich gleich zum Monatsanfang per Dauerauftrag 300€ überwies. Es fällt einfach leichter zu sparen, wenn man das Geld nicht einfach auf seinem laufenden Konto zur Verfügung hat.